Deutscher Zukunftspreis 2017 – Entscheidung am 29. November / Team 1 sorgt für hyperrealistische Bilder aus dem menschlichen Körper (VIDEO)

Drei Teams sind für die hochrangige Auszeichnung nominiert. Wir
stellen die Nominierungen im Video vor – hier erklärt Dr. Klaus
Dieter Engel das innovative Rendering Verfahren:

Das Team hat eine Möglichkeit geschaffen, medizinische Bilder so
aufzubereiten, dass sie natürlich wirken und für jeden begreifbar
sind. Das Verfahren nutzt eine künstliche Beleuchtung, die die
komplizierte Ausbreitung und Veränderung des Lichts imitiert. Damit
lassen sich Aufnahmen aus dem Körperinneren in einer neuen
„hyperrealistischen“ Form darstellen.

Bildgebende Verfahren wie die Computer- und
Magnetresonanztomografie können feine Details von Organen oder
Gewebestrukturen auflösen. Die Abbildungen liefern Hinweise auf
Krankheiten oder innere Verletzungen. Doch für Laien sind sie oft
undurchschaubar. Um dieses Hindernis zu überwinden, ließen sich die
Nominierten von einer Methode inspirieren, die in Trickfilmen zum
Einsatz kommt: Beim Animationsfilm werden virtuelle Figuren
nachträglich so beleuchtet, dass sie sich wie echt in die Umgebung
einfügen. Das Verfahren ist aufwendig, da es Effekte wie Reflexion,
Absorption und Farbveränderung von sehr vielen Lichtstrahlen
berücksichtigt.

Ein eigens entwickelter mathematischer Algorithmus sorgt dafür,
dass gerenderte Bilder für medizinische Anwendungen schnell zur
Verfügung stehen. Er simuliert nur die Lichtstrahlen, die tatsächlich
das Auge des Betrachters erreichen. Dank vieler weiterer
Optimierungen des Algorithmus lässt sich das „Cinematic Rendering“
auf Standardcomputern nutzen. Das Resultat sind fotorealistische
3-D-Abbildungen des Körpers, die selbst feine Strukturen klar und
plastisch hervorheben. Durch Kombination mit Messdaten können sie
auch funktionale Informationen abbilden, etwa zum Stoffwechsel. Das
erleichtert es Ärzten, ihren Patienten Verletzungen, Diagnosen oder
den Ablauf einer Operation zu erklären. Zudem lässt sich das
Verfahren zur Aus- und Weiterbildung von Medizinern, Therapeuten oder
Pflegekräften einsetzen, da es einzigartige Einblicke in anatomische
Details erlaubt – und das am lebenden Körper.

Bei der Visualisierung von CT- und MRT-Daten können Mediziner und
Wissenschaftler Cinematic Rendering bereits nutzen. Im Ars
Electronica Center in Linz, wird es für Schulungen sowie in
Vorführungen eingesetzt, bei denen die Zuschauer virtuell in den
menschlichen Körper eintauchen. Mediziner am Linzer
Universitätsklinikum und am Universitätsklinikum Erlangen verwenden
Cinematic Rendering bereits als Hilfsmittel für die Vorbereitung von
Operationen.

Die Entscheidung der Jury fällt am 29. November. Bundespräsident
Frank-Walter Steinmeier zeichnet das Siegerteam am Abend mit dem mit
250.000 Euro dotierten Preis aus. Die Verleihung ist per Livestream
am 29. November 2017, ab 18.00 Uhr, die Ausstrahlung der festlichen
Veranstaltung im ZDF ab 22.15 Uhr zu verfolgen.

Weitere Informationen zu den Nominierten, Bild-, Podcast- und
Videomaterial zum Download unter www.deutscher-zukunftspreis.de oder
www.facebook.com/deutscher.zukunftspreis

Pressekontakt:
Büro Deutscher Zukunftspreis
Dr. Christiane A. Pudenz
Cuvilliésstraße 14
81679 München
Tel. 089-30 70 34 44
info@deutscher-zukunftspreis.de
www.deutscher-zukunftspreis.de
www.facebook.com/deutscher.zukunftspreis

Original-Content von: Deutscher Zukunftspreis, übermittelt durch news aktuell

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