Von der Idee zum Produkt: Der lange Weg von der Skizze ins Verkaufsregal

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Im Mai 2011 veranstaltete der in Wasserburg ansässige Mittelständler Gronbach unter seinen Mitarbeitern einen Ideenwettbewerb. Jeder Mitarbeiter konnte Vorschläge einreichen, die von einer Jury bewertet wurden. „Der Wettbewerb war Teil unseres betriebsinternen Innovationsmanagements“, sagt Simon Moser, Geschäftsführer bei Gronbach. „Wir wollten sehen, welche Einfälle in den Köpfen unserer Mitarbeiter stecken. In diesem Zusammenhang diente der Wettbewerb als Anreiz für unsere Angestellten, sich mit eigenen Ideen nach vorne zu wagen oder bereits existierende Produkte zu verbessern.“

Viele Workshops, noch mehr Tests

Viele Mitarbeiter reichten Optimierungsvorschläge und ihre Einfälle ein. Eine Idee des Produktionsmitarbeiters Josef Kronthaler tat es der Jury jedoch besonders an. Ein stationärer, kaum sichtbarer Staubsauger, der fest in einem Möbel montiert wird. Doch kann das funktionieren? Was hält der Handel von der Idee? Wie kann so etwas aussehen? Um das herauszufinden, entwickelte Gronbach zunächst einen so genannten concept car, um diesen anschließend auf Messen und potentiellen Kunden zu präsentieren – und das Feedback einzuholen.

Nachdem die Idee diese erste Hürde genommen hatte, veranstaltete Gronbach so genannte Key-User und Lead-User-Workshops. Neben der Marktforschung ging es darum, das Konzept zu verbessern und die Ansprüche der künftigen Zielgruppe zu eruieren. Nebenbei-Effekt waren Ideen für das künftige Zubehör.

Einen entwicklungsbegleitenden Schritt markierten Anwenderworkshops, bei denen Hausfrauen und Hausmänner das Gerät ausgiebig getestet und bewertet haben. Die so entstandenen Anregungen setzte das Entwicklerteam direkt um. Geschäftsführer Moser: „Sowohl das Feedback unserer Branchen-Kollegen auf der Messen als auch die Ergebnisse der Lead-User- und Key-User Workshops waren für uns sehr hilfreich und wichtig. So konnte das Entwicklerteam die gewonnenen Erfahrungswerte permanent in den Entwicklungsprozess integrieren, mögliche Schwachstellen beseitigen und den Prototyp kontinuierlich verbessern.“

Design, Strömungsforschung und Auszeichnungen

Parallel wurde mit Experten aus einem Strömungsinstitut so an dem künftigen Produkt gefeilt, dass es bestmöglich saugt. Den letzten Schliff erhielt das ausschließlich nach seiner Funktion gestaltete Elektronikbaby in der Designphase, bei der eine junge Produktdesignerin auf edle Materialien und klare Formen setzte. Final wurde das Gerät auf Herz und Nieren getestet, um Langlebigkeit zu garantieren. Innerhalb kürzester Zeit erhielt der Sockelsauger sämtliche Zertifikate und Patente. Dank seiner Innovation und Eleganz wurde die hauseigene Neuentwicklung mit dem German Design Award und dem Plus X Award ausgezeichnet.

Am Ende dieses dreijährigen Weges von der Idee zum fertigen Produkt stand schließlich im August 2014 die Markteinführung des Sockelsaugers im Küchenzubehör-Großhandel. Heute liefert das Unternehmen das kleine Gerät fast nach ganz Europa.

veröffentlicht von on Donnerstag, November 10th, 2016. gespeichert unter Metallbearbeitung. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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