Eines der wichtigsten Führungsinstrumente ist das Feedback

Feedback, gerade in der positiven Form, ist wichtig für jeden Mitarbeiter. (© Sincerely Media / Unsplash)
 

Das Feedback ist eine der wichtigsten Tasten der Führungsklaviatur. Dabei ist es das wirkungsvollste und effektivste Instrument. Dennoch kommt es in der Regel zu wenig, gar nicht oder vollkommen falsch zum Einsatz. Aber warum ist Feedback so wichtig?

Der Mensch braucht Feedback zum Überleben

So übertrieben es sich vielleicht auch anhören mag, dennoch ist es wahr. Ohne Feedback kann der Mensch langfristig nicht überleben. Eine kleine Analogie veranschaulicht das: wenn der Körper über einen sehr langen Zeitraum nichts zum Essen bekommt, was passiert dann? Richtig, er stirbt. Genau dasselbe passiert mit der menschlichen Seele, wenn sie lange Zeit kein Feedback bekommt. Die Wichtigkeit dieser Rückmeldung von anderen Menschen zeigt sich ebenso in dieser Frage: was ist die schlimmste Kränkung, die man einem Menschen zu teil werden lassen kann? Ihn konsequent zu ignorieren. Denn damit gibt man ihm überhaupt kein Feedback. Man kann also etwas überspitzt sagen: Feedback ist der Beweis der Existenz des Menschen. Damit fühlt man sich gut. Ohne kann man nicht überleben. 

Der Grundsatz „Nicht kritisiert ist gelobt“ ist fehl am Platz 

Welche logische Schlussfolgerung ergibt sich also daraus? Gerade in Hinblick auf Führungskräfte und deren Kommunikation mit dem Mitarbeiter? Ein Mitarbeiter, der kein Feedback bekommt – egal, ob gut oder schlecht – fühlt sich nicht gut. Mehr noch: Je länger dieser Zustand anhält, umso mehr wird er vor sich hinvegetieren. Als moderne und vor allem erfolgreiche Führungskraft muss man sich also von dem weit verbreitetem Grundsatz „Nicht kritisiert ist gelobt genug“ verabschieden. Ebenso ist es natürlich nicht zielführend der Belegschaft immer nur eine Rückmeldung zu geben, wenn Fehler passieren. 

Warum tendiert der Mensch dazu Lob zu verschweigen?

Dieses Verhalten, das Nichtloben, ist dabei nicht unüblich. Denn der Grundsatz hat seinen Ursprung meist in der eigenen Erziehung. Die meisten Menschen erhalten viel mehr Kritik als Lob. Von Kindesalter an. Was lernt man daraus zwangsläufig? Dass Kritik kommuniziert werden soll und man auf Lob verzichten kann. ABER: hört man einmal selbst in sich hinein und fragt sich, was man fühlt, wenn man für seine Anstrengung, seine Leistung, seine Arbeit oder sein Ergebnis gelobt wird, wird schnell klar, warum das Feedback – gerade in seiner positiven, lobenden Form – für die Mitarbeiter so wichtig ist.

Führungskräfte müssen sich schulen das Positive gezielt wahrzunehmen

Nun ist es ebenso, dass die meisten Menschen – aufgrund der Erziehung und den gemachten Erfahrungen – sich schwer tun das Positive wahrzunehmen. Um als Führungskraft aber gezielt positives Feedback aussprechen zu können, muss man genau dieses wahrnehmen und erkennen. Warum das entscheidend ist? Weil das Feedback dann ehrlich und überzeugend ist. 

Gibt es auch zu viel Lob?

Wer nun denkt er muss jeden Tag seine Mitarbeiter mit lobenden Worten überschütten liegt falsch. Zum einen wirkt dies nicht ehrlich und zum anderen schon gleich gar nicht authentisch. Man kann also auch zu viel loben. 

Die wohl größte Erkenntnis ist, dass Feedback nicht immer gleichgesetzt sein muss mit Loben. Das Lob ist nur eine Form des Feedbacks. Das Spektrum an Werkzeugen das Führungskräften hier zur Verfügung steht, ist weitaus größer.

Das Feedback sollte eines der wichtigsten Werkzeuge einer erfolgreichen Führungskraft sein. So gibt man seinen Mitarbeitern das Gefühl „wichtig“ zu sein und dass man deren Arbeit und Leistung wahrnimmt. Dabei sollte man sich üben die positiven Dinge wahrzunehmen und im Idealfall sofort Feedback dazuzugeben. So wirkt man ehrlich und überzeugend. Dabei ist das Lob nur eine Form des Feedbacks. Ein aufmunternder Blick, ein Daumen hoch oder auch das einfache Wort „Danke“ sind ebenso eine Form der Wahrnehmung wie ein wohlwollendes Kopfnicken oder Blickkontakt beim Handschlag. All das ist Feedback und sollte in der Führungskräftekommunikation zum Standardrepertoire gehören. 

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