Massives metallisches Glas für Schmuck, Accessoires und Elektrobauteile

Technologie-Lizenz-Büro (TLB) sucht Gusstechnik-Unternehmen als Lizenznehmer für neues Herstellungsverfahren des Forschungsinstituts Edelmetalle + Metallchemie (FEM).

Massive metallische Gläser gelten als modernste Materialien mit großer Zukunft. Eine neue Erfindung bringt ihren industriellen Einsatz ein großes Stück voran, indem sie das zentrale Problem der bislang zu hohen Herstellungskosten löst. Das innovative Verfahren macht erstmals die Serienproduktion metallischer Gläser und damit deren breitere wirtschaftliche Anwendung möglich. Die Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH leitet die Patentierung und Vermarktung dieser Erfindung.

Filigrane oder massive Teile in kostengünstigem Freiform-Gussverfahren

Obwohl optisch nicht von gewöhnlichen Metallen zu unterscheiden, ist massives metallisches Glas (auch metallisches Massivglas oder amorphes Metall genannt) besonders hart, korrosionsbeständig und weniger kratzempfindlich. Außerdem weisen massive metallische Gläser keine Erstarrungsschrumpfung auf, sondern bilden die Gussform nahe der Endform ab. Bei filigranen und geometrisch komplexen Produkten ist das ein großer Vorteil.

Bei dem kostengünstigen Freiform-Guss-Verfahren des FEM kommen ausschließlich etablierte Prozessschritte zum Einsatz. „Wir haben Wachsausschmelzen, Galvanoformen und Feingussverfahren in besonderer Weise miteinander kombiniert. So ist es möglich, filigrane und kleinere massive Erzeugnisse auch in Kleinserie einfach und schnell aus Edelmetallen oder Edelmetalllegierungen zu produzieren“, so die Erfinderin und Projektleiterin bei FEM Miriam Eisenbart. Das unabhängige Forschungsinstitut hat eine mehr als 90-jährige Expertise in der wissenschaftlichen und angewandten Forschung von Metallen in ihren verschiedensten Anwendungen.

Innovationen für Luxusgüter, Medizintechnik und Elektronik

Von kostengünstig produzierten Produkten können gleich mehrere Branchen profitieren.
Da sich die Oberfläche besonders glatt polieren lässt, findet das Verfahren vorzugsweise im Luxusgütersegment Anwendung und kann so in Form von Zier- und Funktionselementen den Luxusmarken Glanz verleihen, beispielsweise bei Bekleidung, Schuhe, Lederwaren, Schmuck, Uhren und Brillen.
Auch die Branche der exklusiven Handygeräte und der hochpreisigen Unterhaltungselektronik kann von der Erfindung profitieren, da hier die Ästhetik immer wichtiger wird. Insbesondere für Spezialbauteile oder Miniaturisierungen sind die überlegenen mechanischen Eigenschaften von massiven metallischen Gläsern vorteilhaft, zum Beispiel bei kleinen Gehäusen mit dünnen Wandstärken oder Design-Scharnieren.

Weit in die Zukunft weisen neue Implantat-Anwendungen aus amorphem Metall, die biologisch abbaubar sind. Wird das neue Material zum Beispiel bei Knochenbrüchen zur Schraubenfixierung eingesetzt, kann die Legierung so zusammen gesetzt werden, dass der Fremdkörper nach einiger Zeit vom Körper biologisch abgebaut wird, ohne dem Körper zu schaden. Operationen zur Entfernung der Schrauben würden so künftig überflüssig. Möglicherweise lassen sich solche Legierungen auch mit dem Verfahren von FEM herstellen, was es jedoch noch zu überprüfen gilt.

Interessant könnte das Verfahren darüber hinaus für Sportartikelhersteller sein. Hier sind massive, metallische Gläser überall dort denkbar, wo neben der Ästhetik auch die bis zu einem bestimmten Grad große elastische Dehnbarkeit gefragt ist, zum Beispiel für kleine Funktionsteile an Anglerausrüstungen, Skiern und Fahrrädern.

Lizenzierung nach Sparten

„Mit der kostengünstigen Herstellung von kleinen Produkten aus amorphen Metallen ist es nun möglich, neue Märkte zu erschließen. Wir wenden uns mit diesem Technologieangebot insbesondere an Unternehmen für Metallguss- und Präzisionsguss, die Schmuck und Schmuckteile, Medizintechnikprodukte oder auch Bauteile für Unterhaltungselektronik herstellen“, so Innovationsmanagerin des Technologie-Lizenz-Büros Dr. Iris Kräuter, die für das Verwertungsprojekt verantwortlich ist.

Die Erfindung ist zum Deutschen Patent angemeldet, internationale Nachanmeldungen sind geplant. Die Verwertungsstrategie trägt den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Erfindung Rechnung. „Wir verfolgen hier die Möglichkeit einer teilexklusiven Lizenzierung nach Sparten, eine Exklusivlizenz wäre aber auch denkbar“, so Dr. Iris Kräuter.
Lizenznehmende Firmen können darüber hinaus auf die Unterstützung von FEM zählen, das als Forschungsinstitut bei der Planung, Entwicklung und Inbetriebnahme des Verfahrens berät.

Mit TLB hat FEM einen erfahrenen Verwertungspartner gewählt. TLB unterstützt weltweit innovative Unternehmen darin, mit neuen Technologien aus der Forschungslandschaft ihre Produktpalette zielgerichtet weiter zu entwickeln. TLB-Geschäftsführer Lehnen: „Unternehmen können so das Risiko von eigener F&E reduzieren und sich Wettbewerbsvorteile sichern. Im Falle des Herstellungsverfahrens für massives metallisches Glas können gleich mehrere Branchen profitieren. Wir freuen uns, eine Erfindung der renommierten Forschungseinrichtung FEM im Portfolio zu haben.“

Für die Erfindung werden Lizenznehmer aus dem gehobenen Schmucksegment, der Medizintechnik und der Elektrotechnik gesucht. Interessierte Unternehmen können sich direkt an Dr. Iris Kräuter, TLB (http://www.tlb.de) , wenden (Tel. 0721/79004-0 und ikraeuter@tlb.de ).

Bildrechte: FEM

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