Optimierung des Materialflusssystems:

 

Vissenbjerg, Dänemark, 10.11.2021 – Autonome mobile Roboter (AMR) haben die Intralogistik in nur wenigen Jahren revolutioniert. Durch ihre Unterstützung können Fertigungsbetriebe den Transport von Rohstoffen und Produkten innerhalb der Produktionsanlagen effizient und sicher automatisieren. Laut ABI Research soll der Weltmarkt für AMR von 800 Millionen US-Dollar im Jahr 2020 auf 49 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 wachsen. Gleichzeitig hat sich auch der Markt für mobile Roboterausrüstungen (Mobile Robotic Equipment, MRE) zu einem eigenständigen und florierenden Segment entwickelt.

ROEQ ist ein führender Hersteller von MRE, dessen Produkte weltweit in Kombination mit den Transportrobotern von Mobile Industrial Robots (MiR) eingesetzt werden – so auch in der Produktionsstätte von TE Connectivity in Esztergom, Ungarn. TE Connectivity produziert als Tier-2-Zulieferer passive elektronische Steckverbinder und Steckverbindergehäuse im Kunststoffspritzgussverfahren für die Automobilindustrie.

Herausforderungen in der Intralogistik

Seit 2019 sieht sich TE Connectivity jedoch mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Die große Menge an Materialien brachte das bereits ineffiziente Materialflusssystem an seine Kapazitätsgrenze. Zusätzlich verschärft wurde die Situation durch den anhaltenden Fachkräftemangel: Auch in Ungarn wird es zunehmend schwieriger, qualifizierte Lageristen zu rekrutieren. Um die Effizienz zu steigern und den Personalmangel auszugleichen, entschied sich TE Connectivity schließlich, die Intralogistik mithilfe von AMR zu automatisieren.

AMR und mobile Roboterausrüstung

AMR sind sicher, effizient und einfach zu programmieren. In Kombination mit geeigneten mobilen Roboterausrüstungen, wie Oberwalzen und Aufsatzmodulen, sind sie für ein breites Spektrum an Anwendungen einsetzbar. So können die Transportroboter mithilfe der MRE Güter mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne bewegen. Außerdem ist es auf diese Weise möglich, ein Förderlogistiksystem zu schaffen, das direkt mit den automatisierten Produktionslinien kommuniziert.

Auf der Suche nach dem Besten

Um den passenden AMR zu finden, verwandelte TE Connectivity sein ungarisches Werk in ein industrielles Testgelände und experimentierte parallel mit diversen Lösungen. Schließlich fiel die Entscheidung auf den besonders flexiblen Transportroboter MiR200, der mit einem TMC300 Topmodul – einem Wagen und einer Dockingstation von ROEQ – ausgestattet ist.

Da das MRE von ROEQ eigens für die Transportroboter von MiR gefertigt wurden, sind die Hard- und Software-Komponenten der beiden Unternehmen vollständig kompatibel. Das vereinfacht auch die Integration: Das Equipment von ROEQ lässt sich leicht mit den AMR verbinden und kann mithilfe der ROEQ Assist-Software nahtlos in das AMR-Flottenmanagementprogramm integriert werden. So müssen sich Anwender lediglich mit einer einzigen Benutzeroberfläche vertraut machen, wodurch sich die Implementierung entscheidend beschleunigen lässt. „Es handelt sich hier um eine Präzisionstechnik. Vom ersten Blick an war es offensichtlich, dass sie speziell für diese Geräte entwickelt wurde. Unsere Roboterflotte besteht nun aus insgesamt sechs MiR200. Ein Großteil davon transportiert Materialien und Fertigprodukte zwischen dem Lager und einem der Wertströme. Unser Werk ist dabei halbautomatisiert: Die Mitarbeiter starten die Aufträge selbst und müssen auch die Wagen, die von dem mobilen Roboter transportiert werden, zuvor oder anschließend im Lager oder Produktionsbereich manuell bewegen. Daher waren uns das einfache Andocken und die Benutzerfreundlichkeit bei der Wahl der passenden Module besonders wichtig“, erklärt Gábor Miszler, Continuous Improvement Analyst bei TE Connectivity.

Die Automatisierung macht Unternehmen zukunftstauglich

Seither nutzt das Werk in Esztergom drei ROEQ TMC300 Top-Module, fünfzehn ROEQ 300E Easy-Pull-Out-Wagen und zehn leicht zu verbindende Andockstationen. Zudem wird derzeit eine weitere Produktionshalle errichtet, die speziell auf die Anforderungen der AMR zugeschnitten ist. Die optimierten Bedingungen sollen die Leistungen der AMR-Flotte steigern und deren Auslastung durch den Einsatz der richtigen Module erhöhen.

Bisher ist TE Connectivity mit den Ergebnissen seines Automatisierungsvorhabens sehr zufrieden: Die mit ROEQ-Topmodulen und -Geräten ausgestatteten Transportroboter von Mobile Industrial Robots haben das Tempo in der Intralogistik entschieden beschleunigt. Das wirkt sich auch auf die Amortisationszeit der Neuanschaffungen aus: Voraussichtlich wird diese schon in etwa zwei bis drei Jahren erreicht sein. Damit beträgt die Amortisationszeit lediglich die Hälfte der für die Logistik üblichen Dauer – trotz der anfänglichen Experimente, um die ideale Lösung zu finden.

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Hochauflösendes Bildmaterial können Sie hier herunterladen. Darüber hinaus finden Sie hier ein Video zur Anwendung (© ROEQ).

Bei Interesse an einem Interview oder der vollständigen Case Study zur Veröffentlichung, schreiben Sie uns gerne an roeq@maisberger.com.

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