Anlässlich der Europäischen Gebärmutterhalskrebs-Präventions-Woche vom 19. bis 25. Januar: Mädchen sind hinsichtlich der HPV-Impfung aufgeschlossener als Eltern

Der beste Schutz vor Gebärmutterhalskrebs sind die
regelmäßige Teilnahme an Krebsfrüherkennungsuntersuchungen und die
Impfung junger Mädchen gegen die häufigsten krebsverursachenden
Humanen Papillomviren 16 und 18 (kurz HPV). Das ist die Botschaft der
8. Europäischen Gebärmutterhalskrebs-Präventions-Woche (GKPW), die
vom 19. bis 25. Januar stattfindet. Doch wie sieht es mit der
aktuellen Impfbereitschaft unter Eltern und Mädchen in Deutschland
aus? Eine Online-Befragung von 1.167 Erziehungsberechtigten kommt zu
dem Ergebnis, dass lediglich jeder Zweite bereit wäre, sein oder ihr
bislang noch nicht geimpftes Kind impfen zu lassen.

Überraschend: Die Impfbereitschaft der 1.024 befragten Mädchen und
jungen Frauen im Alter von 14 bis 17 Jahren ist höher als die der
befragten Eltern. 66 Prozent der Mädchen und jungen Frauen wollen
sich gegen bestimmte HPV-Typen impfen lassen. Laut der aktuellen
Untersuchung des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Gesundheit der
Kinder und Jugendlichen in Deutschland – kurz KiGGS genannt – sind 53
Prozent der 14- bis 17-jährigen Mädchen mindestens einmal und 40
Prozent vollständig (drei Impfdosen) gegen HPV geimpft.

Hohe Impfraten: Schutz für die Bevölkerung

Für einen Bevölkerungsschutz reichen Impfraten von rund 40 Prozent
nicht aus, dafür sind mindestens 80 Prozent notwendig. Das heißt,
dann sind genügend Personen gegen bestimmte HP-Viren immun und die
Verbreitung der Viren wird gehemmt. Das Bewusstsein für
Gebärmutterhalskrebs sowie für die bestehenden
Präventionsmöglichkeiten bei möglichst vielen Eltern, Mädchen und
jungen Frauen zu schärfen, ist das Ziel der 8. Europäischen
Gebärmutterhalskrebs-Präventions-Woche, die vom 19. bis 25. Januar
stattfindet. Symbol der von der Europäischen Gesellschaft für
Gebärmutterhalskrebs ins Leben gerufenen Aktionswoche ist die „Perle
der Weisheit“. Die Perle soll verdeutlichen, wie kostbar das Wissen
um vorbeugende Maßnahmen ist, denn noch immer sterben in Europa
jährlich rund 30.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs.

Neben öffentlichen Kampagnen können Eltern und Mädchen auch den
Arzttermin zur vertiefenden Information nutzen. Beispielsweise bietet
sich die Jugendgesundheitsuntersuchung (J1) an, um sich vom Kinder-
und Jugendarzt oder Hausarzt beraten und impfen zu lassen. Aber auch
bei Frauenärzten können sich junge Frauen (erster Besuch häufig im
Alter von 15 Jahren) über die HPV-Impfung aufklären und impfen
lassen. Die HPV-Impfung gegen bestimmte HPV-Typen gehört seit 2007 zu
den Standardimpfungen für alle Mädchen und jungen Frauen im Alter von
12 bis 17 Jahren. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert
Koch-Institut in Berlin empfiehlt die Impfung vor dem ersten
Geschlechtsverkehr. Für die Impfstoffwahl ist es wichtig zu wissen,
dass einer der beiden verfügbaren HPV-Impfstoffe einen zusätzlichen
Schutz vor Genitalwarzen aufbauen kann. Die HPV-Typen 6 und 11 sind
für etwa 90 Prozent der Genitalwarzen verantwortlich.

Empfohlen und sicher

Eine häufige Frage von Eltern, Mädchen und jungen Frauen betrifft
die Verträglichkeit des HPV-Impfstoffs. Die HPV-Impfstoffe gehören
mit zu den am besten erforschten Impfstoffen. Bisher wurden weltweit
über 134 Mio. Impfdosen ausgeliefert. Umfangreiche
Überwachungsprogramme in den USA und Europa bestätigen das gute
Sicherheitsprofil der HPV-Impfstoffe. Die Nebenwirkungen sind mit
denen anderer Standardimpfungen vergleichbar. Seit Januar 2013
befürwortet auch die Sächsische Impfkommission (SIKO) die HPV-Impfung
gegen bestimmte HPV-Typen für Jungen und Männer bevorzugt im Alter
von 12 bis 17 Jahren. Grund dafür sind Studiendaten, die zeigen, dass
die Impfung auch junge Männer vor bestimmten HPV-bedingten
Krebserkrankungen und Genitalwarzen schützen kann.

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Pressekontakt:
Sanofi Pasteur MSD GmbH komm.passion Hamburg GmbH
Dr. Tobias Berenz Carolin Ruthe
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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