Autismus-Behandlung mit eigenem Nabelschnurblut – 41 Millionen-Dollar Forschungsprojekt an USA-Universität gestartet

Prof. Joan Kurtzberg ist die Leiterin des
Zelltherapie-Zentrums an der Duke-University Durham (USA) und gilt
als die international profilierteste Wissenschaftlerin und Ärztin auf
dem Gebiet der Behandlung von angeborenen und erworbenen
Hirnerkrankungen mit dem eigenen Nabelschnurblut der erkrankten
Kinder. Zusammen mit Prof. Geraldine Dawson, der Leiterin des
Autismus-Zentrums der Duke-University, erhielt sie nun von einer
privaten gemeinnützigen Stiftung 15 Millionen Dollar für den Start
eines auf 5 Jahre angelegten Forschungsprojekts, das auf die
Behandlung von Autismus, Schlaganfall und zerebraler Hirnlähmung mit
Stammzellen aus Nabelschnurblut gerichtet ist. Insgesamt werden für
das mit 580 Patienten weltweit bisher umfangreichste Projekt 41
Millionen Dollar zur Verfügung gestellt.

Stammzellen aus Nabelschnurblut haben vermutlich enormes
therapeutisches Potenzial

Nabelschnurblut enthält sehr junge und wandlungsfähige
Stammzellen, die sich zu unterschiedlichen Geweben weiterentwickeln
können. Prof. Kurtzberg fand in einer bereits im Januar 2008
begonnenen klinischen Studie heraus, dass Stammzellen aus dem eigenen
Nabelschnurblut noch mehr können. Bei Kindern mit Hirnlähmung
dämpften sie gefährliche Entzündungsprozesse im Gehirn und regten
offenbar gesunde Zellen an, betroffene Gehirngebiete zu reparieren.

Gemeinsam mit dem Autismus-Zentrum der Universität wird Prof.
Kurtzberg nun untersuchen, ob sich ähnlich positive Effekte auch bei
der Behandlung des Autismus und des Schlaganfalls mit Nabelschnurblut
erzielen lassen. Die erste Phase des Projekts, in der 20 Kinder mit
einer besonders schweren Form des Autismus behandelt werden, läuft
bereits. Später soll getestet werden, ob auch Erwachsene mit
gespendetem Nabelschnurblut behandelt werden können. „Das ganze
Programm birgt ein enormes Potenzial“, so Prof. Kurtzberg in einer
Mitteilung der Duke-University Durham. 1)

Betroffene Kinder aus Europa können in die klinische Studie
einbezogen werden

Bereits im rahmen ihrer ersten Studie zur Behandlung der
zerebralen Lähmung mit Nabelschnurblut hatte Prof. Kurtzberg auch
zahlreiche Kinder aus Europa in den USA behandelt. Interessierte
Eltern können bei der Deutschen Stammzellenbank nähere Informationen
dazu erfragen.

Einlagerung von Nabelschnurblut ist Voraussetzung für klinische
Studien

„Diese weltweit bisher größte Studie lässt das enorme Potenzial
von Stammzellen aus Nabelschnurblut zur Behandlung eines ganzen
Spektrums von heute noch unheilbaren Erkrankungen erahnen. Nicht nur
für das Kind selbst, sondern für die ganze Familie“, sagt Roland
Metzner, Geschäftsführer der Deutschen Stammzellenbank. „Die
Einlagerung des Nabelschnurblutes nach höchsten Qualitätsstandards,
wie sie die Deutsche Stammzellenbank bietet, ist eine wichtige
Voraussetzung dafür, dass solche klinischen Studien überhaupt
durchgeführt werden können.“

Auch aus Deutschland werden Fortschritte gemeldet. Forscher der
Universität Bochum berichteten im Mai des vergangenen Jahres über die
erfolgreiche Behandlung eines Kindes mit dem eigenen Nabelschnurblut,
das nach einem Herzstillstand mit massivem Sauerstoffmangel im Gehirn
nur geringe Überlebenschancen hatte
(http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2013/pm00151.html.de)

Die Deutsche Stammzellenbank bietet die Aufbewahrung des
Nabelschnurblutes des neu geborenen Kindes zu überschaubaren Kosten
als einen wichtigen Vorsorgebaustein eines umfassenden integrierten
Familienschutzes an. Diesen können Eltern individuell und flexibel
weiter gestalten.

Die Deutsche Stammzellenbank erbringt ihre
medizinisch-therapeutischen sowie wirtschaftlichen Leistungen mit
einem ausgewählten Partnernetzwerk.

1) http://ots.de/RlfmG

Pressekontakt:
Roland Metzner
0170 – 76 13 207
roland.metzner@deutsche-stammzellenbank.de

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