Biotech-Industrie erwartet bessere Geschäfte / Trendumfrage der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie bei Mitgliedsunternehmen zur wirtschaftlichen Lage

Die Biotech-Industrie in Deutschland
kann dieses Jahr mit einem leichten Umsatzwachstum rechnen. Das geht
aus einer aktuellen Trendumfrage hervor, die die Deutsche
Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) auf ihrer
Jahrespressekonferenz 2013 in Frankfurt vorgestellt hat. Der
DIB-Vorsitzende Dr. Matthias Braun sagte: „Die wirtschaftliche
Entwicklung der Biotech-Unternehmen seit Jahresbeginn ist erfreulich.
Für die kommenden Monate rechnen 80 Prozent der befragten Betriebe
mit besseren Geschäften. Trotz der guten Entwicklung darf aber nicht
allzu euphorisch auf das Jahr 2013 geblickt werden. Die
konjunkturellen Rahmenbedingungen sind insgesamt schwierig,
insbesondere in Europa.“ Die Prognose für die wirtschaftliche
Entwicklung bezieht sich auf zwei der drei Bereiche der
Biotechnologie – die medizinische und die industrielle. Im Bereich
der Pflanzenbiotechnologie findet weiterhin keine Wertschöpfung in
Deutschland statt.

Umsatzentwicklung:

Die DIB-Mitglieder konnten seit Jahresbeginn mehrheitlich
steigende Umsätze verbuchen. Rund 60 Prozent der Unternehmen hatten
bislang eine bessere Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr. 40
Prozent meldeten gleichbleibend gute Geschäfte.

Forschung/Investition:

Die Hälfte der befragten Unternehmen will ihre
Forschungsaktivitäten im Jahr 2013 weiter ausbauen. Dagegen planen
nur 8 Prozent eine Reduktion der Aufwendungen für Forschung und
Entwicklung.

Über 50 Prozent der Unternehmen wollen im Jahr 2013 in mehr oder
größere Projekte investieren. Nur rund ein Drittel der befragten
Betriebe will das Investitionsbudget im laufenden Jahr konstant
halten.

Beschäftigung:

In den ersten Monaten des Jahres konnte die Beschäftigung in den
DIB-Mitgliedsunternehmen konstant gehalten werden. Rund 55 Prozent
der befragten Unternehmen berichten von einer gleichbleibenden
Mitarbeiterzahl. Knapp 40 Prozent haben sogar Beschäftigung
aufgebaut. Nur rund ein Zehntel der Unternehmen baute seit
Jahresbeginn Beschäftigung ab.

Fachkräftemangel:

Für über 70 Prozent der Unternehmen gibt es derzeit keine
Schwierigkeiten, gut ausgebildete Fachkräfte zu finden. Vereinzelt
stoßen die Betriebe der Branche auf Probleme, geeignete Laboranten
(10 Prozent), Techniker oder Wissenschaftler (rund 20 Prozent) zu
rekrutieren. Fachkräftemangel ist damit weiterhin kein
flächendeckendes Problem in der Biotechnologie.

Finanzierung:

Die befragten Unternehmen berichten zu 80 Prozent von keinen
Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Fremdkapital. Auch die
Beschaffung von Eigenkapital ist für 75 Prozent der Betriebe kein
Problem. Nur wenige Firmen haben nach eigenen Angaben gravierende
Probleme beim Zugang zu Eigenkapital.

Standortpolitik:

Mit rund 75 Prozent Zustimmung hat sich eine deutliche Mehrheit
der befragten DIB-Mitgliedsunternehmen für den Abbau steuerlicher
Innovationshemmnisse in Deutschland durch die nächste Bundesregierung
ausgesprochen.

Die DIB ist die Biotechnologievereinigung des Verbandes der
Chemischen Industrie e.V. (VCI) und seiner Fachverbände.

Pressekontakt:
VCI-Pressestelle Telefon: 069 2556-1496 E-Mail: presse@vci.de

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