Technology Reviewüber neuen Ansatz bei Chemotherapie / Krebszellen töten sich selbst

Chemotherapien töten nicht nur Krebszellen,
sondern schädigen auch gesunde Zellen stark. Jetzt haben
Wissenschaftler von der Johns Hopkins University in Baltimore ein
Verfahren entwickelt, das den Wirkstoff zwar auch in gesunde Zellen
schleust, ihn aber nur in Krebszellen aktiviert, schreibt das Magazin
Technology Review in seiner aktuellen November-Ausgabe.

Das Forscherteam um Marc Ostermeier konstruierte ein aus zwei
Proteinen bestehendes „Zündsystem“ und schleuste es in
Zellkulturversuchen zusammen mit einer Wirkstoff-Vorstufe in
Krebszellen verschiedener Organe ein. Sobald sich die eine
Proteinkomponente an eine bestimmte, nur von den kranken Zellen
produzierte Substanz band, aktivierte sie ihren Partner, der die
Wirkstoff-Vorstufe einfing und in ein funktionstüchtiges Mittel
umwandelte. Dieses tötete die Krebszellen ab. In gesunden Zellen fand
die Aktivierung des Medikaments nicht statt. Als nächsten Schritt
wollen die Forscher die Methode in Tierversuchen testen.

Derzeit hemmen chemotherapeutische Medikamente meist die
Teilungsfähigkeit von Zellen. Damit treffen sie neben den entarteten
Zellen auch alle anderen sich schnell teilenden Zellen, etwa die von
Schleimhäuten und Haarfollikeln.

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Titelbild Technology Review
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