Trotz Wirtschaftskrise: Mehr Drittmittel und Patente für NRW-Hochschulen

Die Universitäten und Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen haben trotz der Wirtschaftskrise in den vergangenen zwei Jahren von Unternehmen und öffentlichen Stellen mehr Drittmittel für Forschungsaufträge einwerben können. Das geht aus der Leistungsbilanz hervor, die die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen heute veröffentlicht hat. Befragt wurden die 29 Mitgliedshochschulen und die noch nicht zur InnovationsAllianz gehörende Ruhr-Universität Bochum.

Die Leistungsbilanz umfasst die von den Hochschulen selbst akquirierten öffentlichen und privaten Drittmittel (ohne Mittel der Deutschen Forschungs-Gemeinschaft), die Zahl der Erfindungsmeldungen sowie angemeldete und erteilte Patente und darüber hinaus die Zahl der Unternehmensgründungen von Absolventen und Mitarbeitern der Hochschulen.

Zuletzt waren diese Zahlen für den Zeitraum 2006 bis 2008 abgefragt worden. Die dabei festgestellten jährlichen Steigerungsraten konnten in der Zeit von 2008 auf 2009 nochmals übertroffen werden. So verzeichneten die Hochschulen bei den Drittmitteln eine Zunahme binnen Jahresfrist um 13 Prozent (gegenüber durchschnittlich 9 Prozent pro Jahr von 2006 bis 2008) und 8 Prozent mehr Patentanmeldungen (gegenüber 5 Prozent). Allein im Jahr 2009 wurden zudem mehr als 120 Unternehmen aus den Hochschulen heraus gegründet.

„Eckpfeiler dieser positiven Entwicklung sind sowohl die verstärkte Transferarbeit der Hochschulen selbst als auch die engagierte Arbeit in der InnovationsAllianz“, sagt die Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen, Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff. „Nur so war eine solche Steigerung trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen möglich.“

Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Universitäten, Prof. Dr. Axel Freimuth, ergänzt: „Die Ergebnisse der Umfrage belegen eindrucksvoll, dass sich die Anstrengungen der letzten Jahre gelohnt haben. Die NRW-Hochschulen haben auch im Bereich Forschung und Transfer deutlich an Profil und Leistungsvermögen gewonnen. Das breite Leistungsspektrum der InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen hat diesen Prozess unterstützt.“

Die Vorstandsvorsitzende der InnovationsAllianz und Prorektorin der Fachhochschule Dortmund, Prof. Dr. Gisela Schäfer-Richter, wertet die Ergebnisse als Bestätigung und Ansporn zugleich: „Durch intensiven Austausch der Hochschulen untereinander und in Kooperationen mit Unternehmen und anderen Institutionen werden wir auch weiter daran arbeiten, das in den Hochschulen vorhandene Wissen und deren Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für innovative Projekte in Wirtschaft und Gesellschaft zu nutzen“, so Schäfer-Richter.

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