GSK und EMBL vereinbaren neue strategische Zusammenarbeit

Ziel ist besseres Verständnis von Krankheitsmechanismen und
Wirkungsweise von Medikamenten
Synergie der Expertise, Daten und Technologie
GSK investiert in gemeinsames Postdoktorandenprogramm

GSK und das EMBL, Europas führendes Forschungsinstitut in den
Lebenswissenschaften, werden ihre wissenschaftliche Expertise in
einer neuen strategischen Zusammenarbeit bündeln, um das Verständnis
molekularer und zellulärer Zusammenhänge bei Krankheitsmechanismen
und der Entwicklung neuer Medikamente zu verbessern. Damit lassen
sich genauere Vorhersagen treffen, welche pharmazeutischen Wirkstoffe
sich in welcher Weise auf den menschlichen Körper auswirken.

Das EMBL und GSK werden dazu gemeinsam neue Technologien
entwickeln und anwenden, mit deren Hilfe sich umfassende Aussagen
darüber treffen lassen, wie ein potenzielles neues Medikament mit dem
menschlichen Körper auf molekularer, zellulärer und organischer Ebene
interagiert. Wichtige Fragen bei der Entwicklung neuer Medikamente,
wie zum Beispiel welche Signalwege angegriffen oder welche Moleküle
jeweils für ein bestimmtes Medikament ausgewählt werden, lassen sich
so gezielter beantworten.

Beide Organisationen bringen ihre wissenschaftliche Expertise,
Technologien, Instrumente und Daten in die Kooperation ein, um die
Wirksamkeit und Sicherheit potenzieller Medikamente zukünftig besser
einschätzen zu können. GSK stellt außerdem die finanziellen Mittel
für ein gemeinsames Postdoktorandenprogramm und weitere
Forschungsvorhaben bereit. Die Allianz ist zunächst auf fünf Jahre
ausgelegt und führt eine erfolgreiche wissenschaftliche Kollaboration
auf dem Campus des EMBL in Heidelberg fort, wo sich auch die
GSK-Forschungseinheit Cellzome befindet. Die Erweiterung der
Forschung hin zur Erforschung neuer Medikamente ergänzt das
gemeinsame Forschungsprojekt Open Targets, bei dem GSK bereits seit
längerer Zeit mit dem Europäischen Bioinformatik-Institut (EMBL-EBI)
in Hinxton zusammenarbeitet.

Patrick Vallance, Präsident für Forschung und Entwicklung bei GSK,
sagt: „Wir freuen uns sehr auf die Kooperation, die auf den
langjährigen Beziehungen zwischen GSK und EMBL basiert. Wir werden
all unsere gemeinsame Expertise einsetzen, um auf dem Campus in
Heidelberg einen Knotenpunkt für die Lebenswissenschaften zu
schaffen, einen potenziellen Katalysator für weitere Fortschritte in
der Spitzenforschung, die die jetzigen Anwendungen der Genomik und
anderer molekularer Methoden weiter ausweiten. Langfristig hoffen
wir, dass die Ergebnisse zu einem besseren Verständnis von
Krankheitsmechanismen und der Wirkungsweise von Medikamenten
beitragen werden.“

„Auch wir freuen uns darauf, in diesem Forschungsbereich gemeinsam
mit den Wissenschaftlern von GSK neue Wege zu beschreiten“, so der
Generaldirektor des EMBL, Iain Mattaj. „Die Kollaboration wird unsere
Bemühungen unterstützen, die Grundlagenforschung am EMBL zum Wohl der
Gesellschaft einzusetzen. Wir sind bestrebt, unser Fachwissen und die
von uns entwickelten Technologien weiterzugeben, unter anderem durch
enge Beziehungen mit einer Reihe von Partnern aus der Industrie, wie
zum Beispiel GSK.“

Die Kollaboration wurde ausgearbeitet von EMBLEM, einer
hundertprozentigen Tochter des EMBL und verantwortlich für den
Technologietransfer des Instituts, und führt die kontinuierliche
Zusammenarbeit beider Organisationen fort. Cellzome, eine Ausgründung
des EMBL im Bereich Chemoproteomik, wurde 2012 von GSK aufgekauft.
Das EMBL-EBI und GSK arbeiten bereits gemeinsam mit Biogen und dem
Wellcome Trust Sanger Institute bei Open Targets zusammen, einer Open
Innovation/Public-Private-Partnership, deren Schwerpunkte auf der
Lokalisierung von biologischen Angriffspunkten und der Validierung
liegen. GSK ist außerdem Mitglied des EMBL Corporate Partnership
Programme und des EMBL-EBI Industry Programme.

GSK ist ein weltweit tätiges, forschendes Gesundheitsunternehmen
mit der Mission, Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes
Leben zu ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie unter
www.gsk.com.

Cellzome setzt ihre führende Proteomik-Technologie ein, um die
Wirkmechanismen von Arzneistoffen auf molekularer Ebene aufzuklären.
Damit können spezifische Wirkstoffe identifiziert werden, die ein
geringeres Risiko von Nebenwirkungen aufweisen. Cellzome wurde im
Jahr 2000 aus dem Europäischen Labor für Molekularbiologie (EMBL) in
Heidelberg ausgegründet und beschäftigt an ihrem Standort auf dem
EMBL-Campus ca. 65 Mitarbeiter. Nach vierjähriger Kooperation wurde
Cellzome 2012 von GSK übernommen und in ihre Forschungsabteilung
eingliedert.

EMBL

Das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) ist
Europas führendes Forschungsinstitut in den Lebenswissenschaften.
Gegründet 1974 als zwischenstaatliche Einrichtung wird es von mehr
als 20 Mitgliedstaaten unterstützt. In molekularbiologischer
Grundlagenforschung untersucht das EMBL die Mechanismen des Lebens.
Das Institut bietet außerdem Serviceleistungen für Wissenschaftler,
bildet Nachwuchswissenschaftler aus und fördert aktiv die Vernetzung
der Lebenswissenschaften in Europa.

Das EMBL ist international, innovativ und interdisziplinär. Die
über 1600 Mitarbeiter aus mehr als 80 Ländern sind auf fünf Standorte
in Grenoble (Frankreich), Hamburg (Deutschland), Heidelberg
(Deutschland), Hinxton (Großbritannien) und Monterotondo (Italien)
verteilt. Die Wissenschaftler arbeiten in unabhängigen
Forschungsgruppen und decken dabei das gesamte Spektrum der
Molekularbiologie ab.

Die Entwicklung neuer Instrumente und Methoden für die Forschung
sowie aktiver Technologietransfer sind weitere Kernaufgaben des EMBL.
Darüber hinaus fördert das Institut die breite Anwendung seiner
Forschung zum Wohle der Gesellschaft.

EMBLEM, gegründet 1999, ist verantwortlich für die kommerzielle
Verwertung von Ideen und Technologien, die am EMBL, von EMBL-Alumni
und Dritten, nicht am EMBL ansässigen Partnern, entwickelt werden.
EMBLEM fördert und beschleunigt den Transfer innovativer Technologien
aus der Grundlagenforschung in die Industrie durch eine enge
Zusammenarbeit mit kommerziellen Partnern aus den Bereichen
Biotechnologie, IT und Maschinenbau/Elektrotechnik.

Pressekontakt:
Kontakt GSK:

Markus Hardenbicker
Leiter Unternehmenskommunikation
+49(89)360 44 8329
markus.m.hardenbicker@gsk.com

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Prinzregentenplatz 9
81675 München

Kontakt EMBL:

Sonia Furtado Neves
+49 (0)6221 387 8263
sonia.furtado@embl.de

Original-Content von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, übermittelt durch news aktuell

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